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Gedanken zum Beginn von 2017

Hey!

Nun ist das Jahr 2016 schon wieder vorbei und der Januar ist praktisch auch schon zu Ende. Ich blicke zurück auf das ereignisreichste Jahr überhaupt bisher. Und das ist schön. Doch das zeigt mir auch mal wieder, wie schnell sowas vorbei ist. Ich habe zwei grandiose Theaterstücke auf die Bühne gebracht, mit grandiosen Menschen. Ich habe 4 Großstädte in Deutschland und eine Großstadt im Ausland dieses Jahr besucht, ich hatte die beste Klassenfahrt(Kursfahrt) meines Lebens, ich habe definitiv Freunde fürs Leben gefunden, aber alles unter der Prämisse, dass es im März alles vorbei sein wird. 
Mein Freundeskreis war immer in der Schule, ich würde sagen, dass 90% meiner Freunde in der Schule mit mir in Kontakt kamen. Und alle diese Freunde werden gehen und zwar ohne großen fortwährenden Kontakt. Das ist schade, weil mir viele der Leute fehlen werden. Und dieser Kontaktverlust wird nochmal größer, wenn man überlegt, dass die meisten von uns ja in einer anderen Stadt studieren werden. Neue Freunde an der Uni finden, ja schön und gut. Ich bin praktisch ohne Freunde aufs Gymnasium gegangen, bin aufs JAG gegangen um Abstand von all den Spacken zu bekommen, die in meiner Grundschule waren und auch aufs Gymnasium gekommen sind und habe im Prinzip wieder bei 0 angefangen. Ich habe schnell Freunde gefunden und es wurden immer mehr. Ich kann auf einen großen und breit aufgestellten Freundeskreis blicken: von Leuten, mit denen ich seit der 5.Klasse in einer Klasse bin; bis hin zu Leuten, die ich erst in der Oberstufe wirklich als (inzwischen wahre) Freunde kennenlernen durfte. Es freut mich zu sehen, dass so viele mit mir zurecht kommen und auch mit jemandem wie mir befreundet sein wollen. 
Um das alles auf den Punkt zu bringen: Ich habe ein Problem mit solchen schwerwiegenden Veränderungen, meine komplette soziale Existenz ist in der Schule verankert und ich lebe so ein bisschen gegen die Zeit, nur noch wenig Zeit mit euch zu haben (ich denke mal, das alle, die diesen Blog lesen und es bis hier im Text geschafft haben, Freunde sind), bevor ich meine Existenz abbauen muss um sie woanders wieder aufzubauen. 
Ein kleiner Kalender an meinem Schreibtisch sagt, dass Menschen von Sternzeichen "Zwilling" potenziell mehr Angst haben Dinge oder Ereignisse zu verpassen und das trifft auch auf mich zu. Bei mir kommt dann aber noch dazu, dass ich zu den wenigsten "Cliquen" dazu gehöre. Wenn irgendjemand feiert, sei es, weil er Geburtstag hat oder einfach nur so, eigentlich bin ich da nie dabei. Wahrscheinlich passe ich in die meisten Gruppen einfach nicht rein, oder bin nicht "Mainstream" genug. So verbringe ich die meiste Zeit hier Zuhause und treffe mich nur extrem selten mal mit jemandem zum Reden, damit ich auf dem Laufenden bleibe. Jetzt an Silvester bin ich nach drei oder vier Jahren mal wieder bei jemandem eingeladen worden, zum feiern. Es war echt klasse! Im Werte und Normen Unterricht sprachen wir letztens darüber, dass einige Leute bei uns im Kurs leichte existenzielle Krisen durchleben würden, wenn sie über die Frage nachdenken, ob sie existieren. Dieser Sache bin ich mir relativ sicher: Ich existiere! Was mich an den Rand einer leichten Depression bringt ist der Gedanke daran, dass man sich zwar an alles vor diesem Moment erinnern kann, das aber irgendwann abrupt aufhört und es keine Erinnerungen mehr gibt. Eine seelische Blockade, die Geburt erleben wir nicht bewusst, wie auch, wir können in diesem Moment noch nicht selbstreflektieren. Aber jetzt kann man das. Ich werde mir bewusst, dass mein Leben extrem kurz, unwichtig, plötzlich und nicht abbremsbar ist. Ich kann mir das Gefühl des Todes, des Todseins nicht vorstellen, weil man in diesem Moment nicht mehr selbstreflektieren kann. Der Gedanke daran, dass mein Bewusstsein nicht darstellen kann, sich nicht einmal vorstellen kann, wie es nach dem Tod sein wird, macht mich am meisten fertig. Die Angst des Verpassens, des Vergessens und des nicht-mehr-Existent-seins kommt in mir auf und macht mich mental kaputt. Ich bin jetzt 17 Jahre alt, ich habe schon fast 1/4 meiner vielleicht 80 Lebensjahre hinter mir. Das ging in zurückerinnern in einem Augenblick vorbei. 
           Ich mache mir offensichtlich mehr Gedanken und habe mehr Emotionen als ich oftmals zeige. Hinter meiner recht arroganten und sarkastischen Art steckt ein Henry, der mehr "Probleme" hat als man vermuten mag. Sachen wie Familienkrisen und Liebe noch vernachlässigt. Und natürlich, es gibt immer Leute die größere Probleme haben, als man selbst, immer Leute die keine Wohnung haben, oder kein Elternhaus wie ich es habe, aber trotzdem hat jeder egal wie gut es ihm geht immer sein Päckchen zu tragen. Da mag meins vielleicht ein bisschen kleiner ausgefallen sein als bei manch einem anderen.
Wie würde ich echte Freunde definieren? Jemand, der mich mag, so wie ich bin. Aber auch jemand der offen mir gegenüber ist, der auch mal das Gespräch sucht und es dann auch bestimmt bei mir finden wird. Jemand der mit mir über alles reden möchte und kann, sei es etwas lustiges, etwas wegen der Schule aber auch etwas privates, persönliches. All das ist für mich wichtig und macht jemanden zu einem echten Freund von mir, auch wenn das vielleicht keine hohe Auszeichnung ist; für mich haben diese Leute einen hohen Stellenwert. Ein Zitat, das ich hierzu sehr passend finde stammt von Albert Einstein und lautet:
"Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast."
Mit diesem Zitat möchte ich diesem Eintrag nun auch beenden, er ist etwas mehr "depri" geworden, als ich es erwartet hatte, aber sowas mal von der Seele zu schreiben tut auch mal gut. Nach den Zeugnisferien beginnen die letzten 6 Wochen der regulären Schulzeit und heißt es "Auf Wiedersehen" Emden und "Hallo" Uni! Aber bis dahin lesen wir uns bestimmt nochmal ;)

Das war es jetzt aber wirklich!
Bis dann, Bye Bye und tschüss!
HENRY

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