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Das Evolutionsvermögen des Menschen

Hey!

Der heutige Beitrag steht im Zeichen der Wissenschaft.
"Der Mensch ist eine evolutionäre Sackgasse!"
Diese Aussage soll keine Beleidigung sein, ich bin schließlich auch ein Mensch. Sie soll viel mehr eine These zum Thema "Evolutionsvermögen", wenn man es so nennen möchte, sein.

Aber fangen wir erstmal am Anfang an:

"Evolution", ein Begriff mit Wurzeln im Lateinischen und starker Anlehnung ans Französische bedeutet soviel wie "weiter entwickeln". Geprägt wurde der Begriff durch Charles Darwin im 19. Jahrhundert. Wir verstehen unter Evolution alles was sich weiter entwickelt. So auch die Menschen; also bisher können wir meine These recht schnell widerlegen, oder etwa nicht?

Beispiel "Vogel":
Ein beliebiger Vogel sitzt auf einem Baum. Um dahin gelangt sein zu können muss er Flügel besitzen, ein entscheidendes Merkmal was Vögel offensichtlicher Weise von anderen Klassen differenziert. Über die Zeit (die meisten Zeiträume in dieser Betrachtung sind einige Hunderttausend Jahre lang), hat die Art des Vogels ein "Organ" in der Schnabelspitze entwickelt, welches es ermöglicht, in der kälteren Jahreszeit in den Süden fliegen zu können. Eine zweite Art hat in der selben Zeit eine andere Fähigkeit entwickelt, diese Art muss aber Überwintern und kann nicht in der Süden fliegen, weil ihr das "Organ" dazu fehlt. Wichtig bei der Evolution ist übrigens, dass Tiere nicht aus freien Stücken Entwicklungen durchlaufen - kein Vogel kann denken "Ich will 4 Beine haben!" und auf einmal hat er 2 Beine mehr, sondern, Evolution ist ein passiver, sehr langsamer Prozess, welcher ohne das Einwirken des sich entwickelnden Individuums abläuft. Normalerweise kann man Ergebnisse eines evolutionären Schrittes, nicht an einem einzigen Individuum erkennen. Viel mehr lässt sich sowas über Generationen hinweg beobachten.

Betrachten wir nun einmal den Menschen. Die Spezies Mensch ist seit ungefähr 2,5 Millionen Jahre auf der Erde als solche "bekannt". Und wenn man sich die ersten Menschen und Menschenarten ansieht, so stellt man fest, dass sich nicht besonders viel seit dem getan hat. Klar, die Schädelformen haben sich verändert und auch die Gangart ist heute anders als noch beim Homo heidelbergensis, welcher bis vor ca. 200.000 Jahren lebte, aber grundsätzlich unterscheiden wir uns nicht besonders stark von "Urmenschen". 

Ich möchte meine Wortschöpfung "Evolutionsvermögen" einmal genauer beschreiben:
Das Evolutionsvermögen beschreibt die Menge an möglichen Weiterentwicklungen bei einer bestimmten Art zu einem gegebenen Zeitpunkt.
Das Evolutionsvermögen des Menschen ist eingeschränkt, wenn nicht sogar ausgeschöpft. Wir haben keine logischen, durch die Umwelt bedingten Veränderungen mehr nötig, um zu überleben. Das wird bekräftigt durch die Tatsache, dass der Mensch keine Fressfeinde hat, bzw. keine aktive Bedrohung durch potenzielle Fressfeinde (wie Löwen etc.) fürchten muss. Doch warum? Nunja, wir haben Häuser, Autos, allgemein gesagt, Unterschupfe, welche uns beschützen, vor jenen Tieren. Aber Einhörnchen, oder Kaninchen, oder Maulwürfe haben doch auch Bauten bzw. Kobel wo sie sich zurück ziehen können, warum sind denn dann nicht z.B. Eichhörnchen auf einer Stufe mit Menschen? Zum ersten haben wir Türen, Abdichtvorrichtungen, welche es uns ermöglichen uns komplett von der Außenwelt abzugrenzen. Zum Zweiten sind aber schon ein paar mehr Dinge nötig als nur ein Unterschlupf und eine Tür um zu einer menschenähnlichen Spezies aufzusteigen.

Allgemein lässt sich über den Menschen folgende Aussage treffen, nämlich die, dass wir uns durch Erfindungen vor dem Aussterben gerettet haben und uns eine immer stärkere Position im Ökosystem gebaut haben. Fähigkeiten wie die Selbstreflexion, die komplexe Sprache, die Fülle an Erfindungen, welche die Erde nachhaltig (positiv als auch negativ) verändert haben oder die Intellektualität und die geistige Größe (Vorstellung, Gedanken) prädestinieren uns dafür ein Anwärter auf dem Titel "evolutionäre Sackgasse" zu sein. Kein Einfluss der Umwelt würde es nötig machen, dass die Menschen sich einer Evolution unterziehen. Ein Grund dafür ist allerdings auch, dass, wenn die Menschheit ausgelöscht wird, sie nur von der Menschheit selber ausgelöscht werden kann. Nukleare Angriffe und radioaktive Strahlung töten zu schnell, als das radioaktive Immunität entwickelt werden könnte. Bevor dieser evolutionäre Schritt getan worden wäre, hätten wir neue Methoden gefunden, wie wir uns mit der Situation arrangieren könnten. 
Und selbst wenn wir seit dem Auftreten des Homo sapiens sapiens noch keine nennenswerten evolutionären Entwicklungen hätten feststellen können, könnte das auch noch mit der recht hohen Lebenserwartung zusammenhängen. 

Das war es erstmal wieder von mir. Wenn ihr meine Ansicht teilt, oder ihr ein Gegenargument habt, so lasst es mich wissen. Jeder kann unter diesem Beitrag kommentieren. Ich würde mich darüber freuen. Aber jetzt heißt es erst einmal wieder:
Bis dann, Bye Bye und tschüss.

Henry

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Ich denke das Problem ist, dass der Mensch sich - entgegen der eigentlichen "Evolution" - in gewisser Weise selbst in benannte Sackgasse gefahren hat. Durch seine Herrschsucht und teilweise exorbitane Neugier hat der Mensch sich (und auch andere rezente Arten) stark "verändert", wenngleich nicht evolutiv. Dennoch empfände ich es als heikel den Menschen als unabänderbare Krone der Schöpfung zu beurteilen.
Ich danke dir für deinen anregenden Artikel!

Dein angehender Zoologe ;-)
Henry Schumacher hat gesagt…
Als Krone würde ich den Menschen auch nicht bezeichnen. Aber deinen Ausführungen kann ich definitiv zustimmen. Danke werter Kollege ;D

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